Gendergerechte Sprache bedeutet, alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen, niemanden auszugrenzen oder zu diskriminieren. 

Durch die Anwendung in Wort und Schrift wird die Gleichbehandlung von Frauen und Männern sowie die Akzeptanz von Trans- und Intersexualität zum Ausdruck gebracht.

Sprache ist mächtig. Unsere Sichtweisen und Einstellungen werden durch die Art und Weise, wie wir als Gesellschaft kommunizieren, geprägt. Eine gendergerechte Sprache führt zu mehr Akzeptanz und Verständnis vielfältiger Lebensrealitäten und bricht veraltete Stereotypen auf.
In unserem Grundgesetz steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Dass niemand u. a. wegen seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Es gibt jedoch kein Gesetz, dass diese Grundrechte auf unsere Sprache überträgt.
 
In vielen Behörden und öffentlichen Institutionen ist gendergerechte Sprache eine Empfehlung, aber kein Muss. Es ist nicht notwendig zu gendern. Es ist aber wichtig, sich bewusst zu machen, dass dadurch Menschen ausgeschlossen, unsichtbar gemacht und verletzt werden.