Ich hatte gestern meinen freien Tag. Bei meinem Partner und mir bedeutet das ab 15.00 Uhr bis Open-End selbst bestimmen, was wir mit unserer Zeit anstellen.

Seit wenigen Wochen gönnen wir uns wieder gegenseitig einen festen freien Tag die Woche.

Die restliche Woche ist so hart durchorganisiert, strukturiert und aufgeteilt, dass es richtig schwerfällt den Tag wortwörtlich als freien Tag zu genießen.

Der erste Impuls ist direkt sich ganz viele To-Do‘s in diese kinderlose Zeit zu knallen. Und ich meine nicht Care-Arbeit. So viel habe ich bereits verstanden.

Ich meine Dinge in meiner freien Zeit tun, die für mein persönliches Wachstum sorgen. Wenn man wie in meinem Fall die eigene Gründung plant, gibt es 1000 Dinge, die ich wirklich gerne mache und die mich einen Schritt Richtung Ziel weiterbringen.

Ich habe zahlreiche ungelesene Bücher, ungeschaute Dokus, interessante Webinare, ausstehende Netzwerktreffen und ungeschriebene Texte und und und.

Alles mache ich richtig gerne.

Und trotzdem verfolge ich ein Ziel, während ich sie tue. Ich möchte, dass sie mich weiterbringen. Also sind sie Teil von unendlichen To-Do´s. Obwohl ich sie gerne mache, sind sie keine freie Zeit.

Bevor ich Familie hatte und zufrieden in meiner Festanstellung war, war ich Champion im Freie-Zeit-Haben.

Ich habe auf mich und mein Befinden gehört. Ich bin dem nachgegangen, was mir in diesem Moment Freude bereitet hat. Mich treiben lassen.

Das werde ich mit der damaligen Leichtigkeit und Sorglosigkeit so wohl nicht mehr wiederbekommen.

Aber zumindest an meinem einen freien Tag die Woche will ich achtsam mit mir sein. Was brauche ich? Auf was habe ich Lust?

Ich will mir bewusst machen, dass ich für diese paar Stunden nichts leisten, niemandem meine Aufmerksamkeit schenken oder irgendeine Art von Ergebnis liefern muss.

Gestern hat das ganz gut geklappt. Ich war bei der Massage, habe mir lecker Essen gegönnt und habe mir diesen wunderschönen Blumenstrauß geschenkt.

„Lieber freier Tag, ich freue mich schon auf nächste Woche. Bis dahin nehme ich mir vor, mir nichts vorzunehmen, sondern dich einfach zu genießen.“

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